News

Aus Barclays wird easybank: Was sich ab Februar 2026 für Kreditkarten-Kunden ändert

Alexander Senger
Barclays

Was ist passiert?

Die britische Barclays Group hat ihr deutsches Privatkundengeschäft an die österreichische BAWAG Group verkauft. Nach einer Übergangsphase unter dem alten Namen folgt nun der offizielle Markenwechsel: Aus Barclays wird easybank.

Die BAWAG Group ist kein unbeschriebenes Blatt. Die Bank mit Sitz in Wien betreibt die Marke easybank bereits erfolgreich in Österreich. Nun kommt das Konzept nach Deutschland und übernimmt das bisherige Barclays-Geschäft.

Der Zeitplan im Überblick

  • Februar 2026: Start des neuen Markenauftritts, App und Online-Banking erscheinen im easybank-Design
  • März 2026 bis Mitte 2027: Sukzessiver Austausch der Kreditkarten auf das neue easybank-Design
  • Q1 2027: Abschluss der technischen Migration auf die BAWAG-Infrastruktur
  • 2027: Geplante Produkterweiterung, unter anderem Online-Brokerage

Was ändert sich für Bestandskunden?

Grundsätzlich gilt: Wenn du eine Barclays Visa oder eine Eurowings Kreditkarte hast, musst du erst einmal nichts tun. Deine Karte funktioniert weiterhin, deine Zugangsdaten bleiben gleich, und auch die Konditionen ändern sich nicht.

Der sichtbarste Unterschied ist optischer Natur: Aus dem vertrauten Barclays-Blau wird das neue easybank-Grün. Die App und das Online-Banking bekommen ab Februar ein neues Design.

Deine bestehende Kreditkarte bleibt voll funktionsfähig. Erst zwischen März 2026 und Mitte 2027 werden die Karten schrittweise gegen Exemplare im neuen easybank-Design ausgetauscht. Du musst dafür nicht aktiv werden.

Welche Produkte bietet easybank?

Das bisherige Barclays-Sortiment bleibt erhalten:

  • Kostenlose Visa Kreditkarten: Die beliebte Barclays Visa wird zur easybank Visa
  • Premium-Karten: Gold und Platinum Double Kreditkarten
  • Co-Branded Karten: Die Eurowings Kreditkarten bleiben bestehen
  • Sparprodukte: Tagesgeld und Festgeld
  • Kredite: Privatkredite für verschiedene Zwecke

Spannend wird es 2027: Dann plant easybank den Einstieg ins Online-Brokerage. Damit würde die Direktbank ihr Angebot deutlich erweitern und in direkten Wettbewerb mit Neobrokern treten.

Worauf du achten solltest: Vorsicht vor Phishing

Bei großen Markenumstellungen wittern Betrüger ihre Chance. In den kommenden Wochen und Monaten ist daher besondere Vorsicht geboten, wenn du E-Mails erhältst, die vermeintlich von Barclays oder easybank stammen.

Merke dir: Die Bank fragt niemals per E-Mail nach deiner PIN, deinem Passwort oder TANs. Wenn du unsicher bist, logge dich direkt über die offizielle App oder Website ein, statt auf Links in E-Mails zu klicken.

Was bedeutet das für den deutschen Kreditkartenmarkt?

Der Markenwechsel ist mehr als nur ein neues Logo. Die BAWAG Group verfolgt mit easybank eine klare Wachstumsstrategie für den deutschen Markt. Mit der etablierten Kundenbasis von Barclays als Grundlage und geplanten Produkterweiterungen positioniert sich die Bank als ernstzunehmende Alternative zu anderen Direktbanken.

Für dich als Verbraucher bedeutet mehr Wettbewerb tendenziell bessere Konditionen. Es bleibt abzuwarten, wie easybank die Expansion konkret gestaltet und ob die Bank mit attraktiven Angeboten punkten kann.

Fazit

Der Wechsel von Barclays zu easybank ist für Bestandskunden unkompliziert. Du musst nichts tun, deine Produkte funktionieren weiter, und die Konditionen bleiben gleich. Lediglich das Erscheinungsbild ändert sich.

Interessant wird die weitere Entwicklung: Mit dem geplanten Brokerage-Angebot 2027 und möglichen neuen Partnerschaften könnte easybank den deutschen Direktbankenmarkt aufmischen.

Über den Autor

Alexander Senger

Alexander Senger

Dieser Artikel wurde von Alexander Senger erstellt, Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Finanzbranche und als registrierter Finanzanlagenvermittler bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum.