Tagesgeld Einlagensicherung: So ist dein Geld geschützt
Erfahre, wie die gesetzliche Einlagensicherung funktioniert, was bei einer Bankenpleite passiert und worauf du bei EU-Banken achten solltest.
Einlagensicherung beim Tagesgeld: Alles, was du wissen musst
Erfahre, wie die Einlagensicherung dein Tagesgeld schützt – und worauf du bei der Anbieterwahl achten solltest.
- Gesetzlicher Schutz: 100.000 EUR pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung (EdB)
- Auszahlung: Innerhalb von 7 Arbeitstagen im Entschädigungsfall
- EU-weit einheitlich: Die Einlagensicherung gilt in allen EU-Ländern
- Über 100.000 EUR? Auf mehrere Banken verteilen für vollen Schutz
Die Tagesgeld Einlagensicherung schützt dein Guthaben bis 100.000 EUR pro Kunde und Bank – das ist gesetzlich geregelt. Wenn du Geld auf einem Tagesgeldkonto parkst, bist du durch die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland (EdB) und in der gesamten EU abgesichert. Zusätzlich bieten viele Banken freiwillige Sicherungssysteme, die deutlich über die 100.000-EUR-Grenze hinausgehen – bei Sparkassen und Volksbanken sogar de facto unbegrenzt.
Einlagensicherung in Deutschland – so funktioniert sie
Die Einlagensicherung in Deutschland basiert auf drei Säulen: der gesetzlichen Einlagensicherung, der freiwilligen Einlagensicherung und der Institutssicherung. Gemeinsam bilden sie ein Schutznetz, das dein Tagesgeld im Falle einer Bankinsolvenz absichert.
Die gesetzliche Grundlage ist das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG), das die EU-Richtlinie 2014/49/EU in deutsches Recht umsetzt. Danach sind Einlagen bis 100.000 EUR pro Kunde und Kreditinstitut geschützt. Geschützt sind:
- Sichteinlagen (Girokonto, Tagesgeldkonto)
- Spareinlagen (Sparbuch, Sparplan)
- Termineinlagen (Festgeld)
Nicht geschützt sind dagegen Wertpapiere (Aktien, Fonds, ETFs), Kryptowährungen und Inhaberschuldverschreibungen. Wertpapiere im Depot gelten allerdings als Sondervermögen und sind vom Vermögen der Bank getrennt – sie fallen nicht unter die Einlagensicherung, weil sie dir ohnehin gehören.
Gesetzliche Einlagensicherung – die 100.000-EUR-Grenze
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt bis zu 100.000 EUR pro Kunde und Bank. Zuständig für die Auszahlung ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB).
So läuft der Entschädigungsfall ab:
- Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) stellt fest, dass eine Bank zahlungsunfähig ist.
- Die EdB prüft die Einlagen und berechnet die Entschädigungsansprüche.
- Innerhalb von 7 Arbeitstagen werden die geschützten Einlagen an die Kunden ausgezahlt.
Die 100.000-EUR-Grenze gilt pro Kunde und pro Bank. Hast du bei einer Bank ein Tagesgeldkonto und ein Festgeldkonto, werden beide zusammengerechnet. Hast du Konten bei verschiedenen Banken, gilt die Grenze jeweils separat.
Freiwillige Einlagensicherung und Institutssicherung
Über die gesetzliche Grenze hinaus bieten viele Banken in Deutschland zusätzliche Sicherungssysteme.
Einlagensicherungsfonds der privaten Banken (BdB)
Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) sichert Einlagen bei privaten Banken über die gesetzlichen 100.000 EUR hinaus ab. Die aktuelle Sicherungsgrenze liegt bei maximal 8,75 % der Eigenmittel der jeweiligen Bank (Stand: Februar 2026) – bei großen Privatbanken oft mehrere Millionen Euro pro Einleger. Mitglieder sind unter anderem die Commerzbank, Deutsche Bank, ING und Consorsbank.
Institutssicherung der Sparkassen und Volksbanken
Sparkassen (DSGV) und Volksbanken/Raiffeisenbanken (BVR) verfolgen einen anderen Ansatz: Die Institutssicherung schützt nicht die einzelne Einlage, sondern die Bank als Ganzes vor einer Insolvenz. Das bedeutet: Bei Sparkassen und Volksbanken sind deine Einlagen de facto unbegrenzt abgesichert.
| Sicherungssystem | Träger | Sicherungsgrenze | Beispiel-Banken |
|---|---|---|---|
| Gesetzliche Einlagensicherung | EdB | 100.000 EUR | Alle zugelassenen Banken |
| Freiwilliger Einlagensicherungsfonds | BdB | Bis 8,75 % der Eigenmittel | ING, Consorsbank, Commerzbank |
| Institutssicherung Sparkassen | DSGV | De facto unbegrenzt | Alle Sparkassen |
| Institutssicherung Genossenschaftsbanken | BVR | De facto unbegrenzt | Volksbanken, Raiffeisenbanken |
Wie sicher ist dein Tagesgeld?
Tagesgeld gehört zu den sichersten Anlageformen in Deutschland – bis 100.000 EUR gesetzlich geschützt, kein Kursrisiko und tägliche Verfügbarkeit. Dein Guthaben ist abgesichert, das Konto ist kostenlos.
Im Vergleich zu anderen Anlageformen:
- Tagesgeld: Gesetzlich geschützt bis 100.000 EUR, kein Kursrisiko, tägliche Verfügbarkeit
- Festgeld: Gleiche Einlagensicherung wie Tagesgeld, aber weniger flexibel
- Aktien/ETFs: Kein Einlagensicherungsschutz, aber Sondervermögen (getrennt vom Bankvermögen)
- Kryptowährungen: Keine Einlagensicherung, hohes Kursrisiko
Was passiert bei einer Bankpleite?
Falls deine Bank tatsächlich insolvent wird, passiert Folgendes:
- Die BaFin stellt den Entschädigungsfall fest.
- Du erhältst automatisch Post von der EdB – du musst keinen Antrag stellen.
- Innerhalb von 7 Arbeitstagen wird dein geschütztes Guthaben (bis 100.000 EUR) auf ein von dir genanntes Konto überwiesen.
- Für Beträge über 100.000 EUR greift die Insolvenzmasse – hier bekommst du nur eine anteilige Rückzahlung.
Wenn du noch nicht sicher bist, ob Tagesgeld die richtige Wahl für dich ist, schau dir unseren Ratgeber Was ist ein Tagesgeldkonto? an. Und falls du zwischen Tagesgeld und Festgeld schwankst, hilft dir der Vergleich Tagesgeld oder Festgeld? weiter.
Einlagensicherung bei ausländischen Banken
Viele Tagesgeldanbieter in Deutschland gehören zu Banken mit Sitz in einem anderen EU-Land – etwa in Frankreich, Belgien oder den Niederlanden. Die EU-Einlagensicherung gilt in allen EU-Mitgliedstaaten einheitlich mit einer Grenze von 100.000 EUR (Richtlinie 2014/49/EU).
Der Unterschied: Bei einer ausländischen Bank ist nicht die deutsche EdB zuständig, sondern das Einlagensicherungssystem des Herkunftslandes. In der Praxis bedeutet das:
- DISTINGO Bank / Renault Bank direkt (Frankreich): Geschützt durch den FGDR (Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution), Auszahlungsfrist 7 Arbeitstage
- Suresse Direkt Bank (Belgien): Geschützt durch den belgischen Garantiefonds, Auszahlungsfrist 7 Arbeitstage
- Ayvens Bank (Niederlande): Geschützt durch das niederländische DGS (Depositogarantiestelsel), Auszahlungsfrist 7 Arbeitstage
Die Sicherungshöhe ist identisch: 100.000 EUR. Alle EU-Staaten müssen die gleichen Mindeststandards der Richtlinie 2014/49/EU erfüllen, einschließlich der 7-Arbeitstage-Frist für die Entschädigung.
Falls du langfristig höhere Beträge anlegen möchtest, kann sich auch ein Blick auf Festgeld lohnen – dort sind die Konditionen oft attraktiver bei gleicher Einlagensicherung.
Tagesgeldkonten mit Einlagensicherung im Vergleich
Alle Tagesgeldanbieter im Capitalo-Vergleich bieten eine Einlagensicherung von mindestens 100.000 EUR. Hier sind die Top-Anbieter im Überblick:
| Anbieter | Zinssatz (Standard) | Promo-Zins | Sicherungssystem | Capitalo Score |
|---|---|---|---|---|
| DISTINGO Bank | 1,95 % p.a. | 3,20 % p.a. | FR – FGDR (EU) | 4,1/5 |
| Santander | 0,30 % p.a. | 2,75 % p.a. | DE – EdB + BdB | 3,8/5 |
| Renault Bank direkt | 1,80 % p.a. | 2,90 % p.a. | FR – FGDR (EU) | 3,7/5 |
| Trade Republic | 2,00 % p.a. | – | DE – EdB | 3,7/5 |
| Consorsbank | 0,80 % p.a. | 3,10 % p.a. | DE – EdB + BdB | 3,6/5 |
| ING | 0,75 % p.a. | 2,75 % p.a. | DE – EdB + BdB | 3,6/5 |
Angaben ohne Gewähr. Aktuelle Konditionen direkt beim Anbieter prüfen. Datenstand: Februar 2026 | Bewertung: Capitalo Score v2.0
Die DISTINGO Bank erreicht mit 4,1/5 Punkten den höchsten Capitalo Score unter den Tagesgeldanbietern. Bei der Einlagensicherung gilt: Alle gelisteten Anbieter sind durch die EU-Einlagensicherung mit 100.000 EUR geschützt – unabhängig davon, ob die Bank ihren Sitz in Deutschland oder einem anderen EU-Land hat.
Einen Überblick über die aktuellen Tagesgeld-Zinsen findest du in unserem Zins-Vergleich.
Fazit
Die Einlagensicherung beim Tagesgeld bietet dir einen zuverlässigen Schutz: Bis 100.000 EUR pro Kunde und Bank ist dein Guthaben gesetzlich abgesichert, die Auszahlung erfolgt innerhalb von 7 Arbeitstagen. Das gilt sowohl für deutsche Banken als auch für Anbieter aus anderen EU-Ländern. Bei Sparkassen und Volksbanken greift zusätzlich die Institutssicherung, bei privaten Banken der freiwillige Einlagensicherungsfonds mit bis zu 8,75 % der Eigenmittel.
Achte darauf, Beträge über 100.000 EUR auf mehrere Banken zu verteilen. So maximierst du deinen Schutz und profitierst gleichzeitig von den besten Zinsen verschiedener Anbieter.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar. Für individuelle Finanzentscheidungen konsultiere bitte eine qualifizierte Fachperson.
